RUSSISCHE MEISTERWERKE VOL. 5
2004-05-25
Nürnberger Symphoniker, Zsolt Déaky, Heinz Freudenthal, Alexander Glasunov, Alexander Borodin
Colosseum Music Entertainment
Number of discs: 1
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Russische Geschichte, russische Landschaften, russische Sagen – oder einfach die russische Seele: Bei Alexander Glasunow kennt die Klangfantasie keine Grenzen.

Alexander Glasunov

Fünf künstlerische Väter hatte das musikalische Wunderkind Alexander Glasunow, und sie alle konnten auf die eine oder andere Weise stolz sein auf ihren immens begabten Zögling, der schon mit sechzehn Jahren die Uraufführung seiner ersten Symphonie erlebte, ein geradezu unverschämtes musikalisches Gedächtnis besaß und sowohl als Lehrer und Leiter des St. Petersburger Konservatoriums wie auch später im französischen Exil mit seiner immer eleganten, oft genug aquarellartigen Musik auf sich aufmerksam machte.

Colosseum hat schon früh begonnen, mit den Nürnberger Symphonikern einige der abseitigeren Kreationen des ungewöhnlichen Komponisten zu produzieren – und zwar zu einer Zeit, als der Begriff des Nischenrepertoires noch gar nicht erfunden war, weil sich die großen Tonträgerfirmen noch allesamt den Rang mit den sogenannten Hauptwerken abzulaufen bemühten.

Insgesamt drei CDs sind die musikalische Ausbeute dieser seit damals vielbeachteten Nürnberger Unternehmungen gewesen, und sie alle erstaunen durch die Vielfalt der Erfindungen, die große Bandbreite der musikalischen  Sujets und die nimmermüde Freude ihres Komponisten an besonderen Farben und Formen. Hier sind zwei frühe Werke – das Poème lyrique op. 12 des 19-jährigen sowie die Orchesterfantasie Der Wald op. 18 des 22-jährigen Glasunow – neben die spätere Suite Aus dem Mittelalter op. 79 gestellt, und gerade dieses Nebeneinander zeigt, daß der Komponist als Erwachsener seine Kindheitsträume mit immer größerer technischer Vollendung realisiert hat.

Staunenswert ist schließlich auch die Ouvertüre zur Oper Fürst Igor, die Alexander Borodin, einer der »Ziehväter« des phänomenalen Knaben, vor seinem Tode offenbar nicht mehr zu Ende bringen konnte und die Glasunow später – nachdem er sie einst am Klavier von Borodin gehört hatte –  aus dem Gedächtnis aufgezeichnet haben soll.

Track listing

Alexander Glasunov (1865-1936)
Aus dem Mittelalter, Suite für Orchester E-dur op. 79
[1] I Prélude 6:10
[2] II Scherzo 4:17
[3] III Sérénade du Troubadour 3:09
[4] IV Finale 9:29

[5] Poème lyrique Des-dur op. 12 10:48

[6] Der Wald, Fantasie für Orchester cis-moll op. 19  19:11

Alexander Borodin (1833-1887)
[7] Fürst Igor-Ouvertüre * 12:19

TT: 65.46

Nürnberger Symphoniker
Unter der Leitung von Zsolt Déaky • Heinz Freudenthal*

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